Der Erfolg - WM Team 2000

Mein Zweitausenderjahr

Heutzutage ist ja jedes Ereignis nur in seiner Superlative denkbar. Wir packen das Wort „Jahrhundert“ davor und sofort wird die Dimension der Flut, des Gerichtsprozesses, der technischen Entwicklung, der Finanzkrise, des Fußballspiels, des heißen Sommers oder schneereichen Winters klar. Ich muss aber gestehen, dass es mir genauso mit dem ersten Jahr voller beruflicher Erfolge geht: Das neue Jahrtausend hat für mich nämlich so großartig begonnen wie die Zahl klingt. Was das für mich noch heute bedeutet, darüber möchte ich dir in diesem Artikel berichten.


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Der Weg zum Erfolg

Meine Karriere hat zwar mit einem Feuerwerk begonnen, doch dahinter steckt harte Arbeit, viel Ausdauer und ein starker Wille. Ich war zu der Zeit im intensiven Training. Jeden Abend blieb ich länger im Salon und übte für DAS Event im Frühjahr, die Landesmeisterschaft NRW, und damit auch gleichzeitig für die Deutsche Meisterschaft der Friseure. Denn das eine sollte mich zum anderen führen. Der Stress perlte allerdings an mir ab. Ich war im Flow, im Rausch des Lernens, und erfüllt von dem, was ich tue.

Bei der letzten deutschen Meisterschaft 1999 hatte ich zwar den 6. Platz belegt, was kein schlechtes Ergebnis war, allerdings blieb ich damit für das deutsche WM-Team-Trainingskader weiterhin unter dem Radar. Das wollte ich ändern! Mit Disziplin und Ehrgeiz übte ich kontinuierlich das Frisieren weiter. Der scheinbare Rückschlag spornte mich an, anstelle mich zu enttäuschen. Mein klares Ziel war weiterhin, im Jahr 2000 an der Weltmeisterschaft in Berlin teilzunehmen.

Der Druck war groß, weil es für mich außerdem die letzte Chance war, in genau dieses WM-Team zu kommen. Ein Jahr später wäre ich aufgrund meines Alters in eine andere Kategorie gerutscht. Aber ich war fest entschlossen, als das WM-Team-Mitglied ins neue Jahrtausend zu starten, das ich sein wollte. Um mein Ziel zu erreichen, startete ich mit geregelten Trainings. Ich besuchte international erfolgreiche Trainer, um mein Wissen zu steigern und ganz unterschiedliches Feedback zu erhalten. Dadurch lernte ich vor allem, wie wichtig eine gute Vorbereitung ist und wie sorgfältig ich mit den vorgegebenen Zeitangaben umgehen muss, und ganz nebenbei sahnte ich viele hilfreiche Kniffe und Tricks ab.

Das gewisse Etwas: Risiken eingehen

Bei der Landesinnung der Deutschen Meisterschaft setzte ich dann alles auf eine Karte. Ich entschied mich für das größere Risiko, indem ich eine helle Haarfarbe für die Erstellung meiner Frisuren wählte. In einer hellen Farbe sieht man jeden Fehler im Haarschnitt. Dunkle Haare kaschieren kleinere Fehler, die fast unvermeidlich sind, denn für jede Frisur gibt es ein bestimmtes Zeitlimit. Das kann zu einer Herausforderung werden und Druck auslösen. Für mich hieß es allerdings: alles oder nichts. Ich wollte auffallen, beeindrucken und im Gedächtnis bleiben.

Das Risiko einzugehen, zahlte sich aus! Ich war der Einzige mit einem hellen Kopf. Dadurch rutschten meine Arbeiten in den Fokus der Jury und ich war im Gespräch für den Titel, den ich dann auch bekam: Landesmeister NRW und Vize Deutscher Meister. Das erste Etappenziel war erreicht und so wurde ich Teil des WM-Teams!

Von da ab trainierte ich jedes Wochenende mit dem WM-Team und unserem Trainer. In der Öffentlichkeit wurde von uns erwartet, dass wir angemessen in Hotels, Restaurants und an allen möglichen anderen Orten auftreten. Das bedeutete, stets gepflegt und gut gestylt zu sein, zu allen Fahrten das WM-Trikot zu tragen, freundlich und aufmerksam zu sein, nicht über die Stränge zu schlagen, also in jeder Hinsicht ein Vorbild für andere zu sein. Ich empfand es als Ehre, das alles mitzuerleben und war strenge Spielregeln aus meiner Zeit im Internat [link zum Blogartikel] bereits gewohnt. Ich hatte das Gefühl, dass es anderen wesentlich schwerer fiel, in diese Rolle zu schlüpfen. Mir aber tat es gut und ich habe es während meiner ganzen Seminarzeit weiter so gehandhabt. Ich war immer zeitig auf meinem Hotelzimmer und trinke bis heute kaum Alkohol. Zu besonderen Anlässen genieße ich höchstens einen guten Whiskey. Auf Shows war ich immer der Erste beim Frühstück. Das half mir, mich auf den Tag einzustimmen.

Als WM-Team-Mitglied musste ich außerdem regelmäßig für das Friseurhandwerk über unsere Trainings berichten und mein Wissen an den Nachwuchs weitergeben. Und ich musste ein Teamplayer werden, denn nur wenn alle in die gleiche Richtung denken, steht ein Sieg in Aussicht, wie der Trainer uns allen klar machte. Wie ich es schon in der Internatszeit erlebt habe, hat mich auch dieses intensive Training geprägt. Wir waren alle unglaublich stolz als wir gemeinsam den 2. Platz auf der Hair World 2000 in Berlin, der Weltmeisterschaft, die unser Jahrtausend einläutete, gewonnen haben. Die harte Arbeit, die stete Selbstkontrolle, das gute Teamwork und der ungebrochene Wille, das Ziel zu erreichen, haben den Weg zu diesem Sieg unvergesslich gemacht.

In der Rückschau ist mir Folgendes noch deutlicher geworden:

Durch intensives Training und einen klaren Fokus lassen sich die meisten Ziele erreichen. Der klare Fokus beinhaltet zwar immer auch einen Sinn für die Realität, für das, was machbar ist. Mit dem Ehrgeiz viel zu üben, die eigenen Kenntnisse zu erweitern, sich Feedback einzuholen und von anderen zu lernen, ist jedoch fast alles machbar, was bereits in einem selbst angelegt ist: Du kennst deine Stärken? Du weißt, wofür du sie einsetzen möchtest? Dann fehlt nicht mehr viel, um deine Vision zu verwirklichen!

Gehe ein Risiko ein, um zu gewinnen. Das hebt dich von der Masse ab und gibt deinem Projekt das gewisse Etwas. Dadurch fällst du auf und bleibst im Gedächtnis, und das ist es, was dein Unternehmen zum Erfolg führen wird. Risikobereitschaft, Individualität und Originalität werden in der heutigen Gesellschaft hochgeschätzt. Außerdem ist jedes Risiko eine Herausforderung, die dir helfen kann, über dich selbst hinauszuwachsen. Dadurch kannst du Stärke und Selbstvertrauen gewinnen. Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass du an einem solchen Risiko scheiterst, gerade das macht es ja so spannend. Dennoch wirst du dadurch sehr viel mehr lernen als mit der Masse zu schwimmen.

Suche dir Mentoren, die dich bei deinem Wachstum begleiten. Jeder erfolgreiche Mensch kennt die Höhen und Tiefen der Selbstständigkeit, der Kreativität, des steten Lernens und der vielen Dinge, die hinter ihren Leistungen stehen. Sich jemanden zu suchen, der einem mit gutem Rat zur Seite steht, ist eine unglaubliche Bereicherung. Der Weg zum Erfolg ist schwer genug, warum willst du ihn alleine gehen?

Ein gemeinsames Ziel lässt ein Team über sich herauswachsen. Dieses Team kannst du und dein Mentor sein. Es können aber auch die Menschen sein, mit denen du gemeinsam deine Vision verwirklichen möchtest. Wichtig ist, an einem Strang zu ziehen, zu wissen, wo man gemeinsam hinmöchte und wie der Weg dahin aussehen soll. Ein gutes Team ist das Sicherheitsnetz deines Erfolges, denn es kann Rückschläge abfedern und zum Wachstum inspirieren.

Lerne, dich wie ein Vorbild und ein Gewinner zu verhalten. Denn selbsterfüllende Prophezeiungen gibt es auch im Positiven. Es wird dich darin stärken, der zu werden, der du sein möchtest. Gleichzeitig wirst du bei anderen einen professionellen Eindruck hinterlassen. Das ist im Berufsleben sehr wichtig. Es weckt Vertrauen in deine Kompetenzen.

Erfolg trägt auch die Verpflichtung, das erlernte Wissen weiterzugeben. Du hast viel von anderen gelernt? Ihre Leistungen haben dich inspiriert? Dann ist es Zeit, etwas zurückzugeben. Mit dem Wissen ist es wie mit der Liebe, um etwas pathetisch zu werden: Es wird mehr, wenn man es teilt und man kann davon eigentlich gar nicht genug in die Welt tragen. Im Übrigen ist es ein tolles Gefühl, wenn man anderen dabei helfen und ihnen dabei zusehen kann, erfolgreich zu sein.

Sprechen vor Menschen wird mit jedem Auftritt einfacher. Wenn dein Beruf von dir fordert, in der Öffentlichkeit zu sprechen, und dir das schwer fällt, dann kann ich dich beruhigen. Es wird mit jedem Male leichter. Hier ist Learning by Doing der Schlüssel zum Erfolg. Mit allem, was neu ist und eine Herausforderung darstellt, gilt: Du musst es ausprobieren und dranbleiben. Beharrlichkeit ist eine erfolgsversprechende Eigenschaft.

Das ist meine Basis als Trusted Advisor

Diese Grundsätze bilden die Basis meiner Arbeit als Trusted Advisor. So fließen meine „Jahrtausenderfahrungen“, die ich vor vielen Jahren gesammelt habe, selbst in meine heutige Tätigkeit ein. Obwohl ich sie in einem ganz anderen Berufszweig gesammelt habe. Denn durch meine eigenen Erfolge weiß ich, wie ich andere Menschen zu ihren Zielen begleiten kann. Schon kurz nach der WM war ich übrigens als Trainer aktiv und habe junge Menschen zu den ersten Plätzen gebracht. Aber auch als Unternehmer mit eigenen Friseurbetrieben und zahlreichen Angestellten, konnte ich viele wertvolle Erfahrungen sammeln, die ich gerne mit anderen teilen möchte.

Gibt es eine Zeit in deinem Leben, die dich besonders geprägt hat und dich bis heute in deinen Grundsätzen begleitet? Dann erzähle mir gern davon! Ich freue mich, von dir zu lesen.

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