„Shootingstar im Friseurstuhl“ – oder: Warum wir die Musik unseres Herzens spielen sollten.

Ich bediene seit über 20 Jahren einen ganz bestimmten Herrenkunden.

Unsere Gespräche drehten sich meist um Autos, die Herausforderungen seines Jobs (welcher das ist, dürft ihr gleich mal raten) und hin und wieder um Hobbys oder das Weltgeschehen.

Aber bei den letzten beiden Terminen war alles anders.

Aber jetzt ganz von vorne…

Vor einiger Zeit erzählte mir dieser Kunde, dass er jetzt ein eigenes kleines Musiklabel gegründet hatte – der Name war übrigens sein Nachname, rückwärts geschrieben.

Er hatte früher Songs für Schlagersänger:innen komponiert und getextet. Als ich ihn einmal in seinem Haus besucht hatte, um ihm ein Produkt zu bringen, stand dort ein schwarzer Flügel – sein ganz persönliches Heiligtum.

Beim vorletzten Besuch sprach er von einem aktuellen Projekt mit einer Produktionsfirma.

Seine Augen leuchteten – da wusste ich: Beim nächsten Mal frage ich genauer nach.

Und letzten Donnerstag war es soweit.

Haarschnitt, Smalltalk – und dann frage ich nach dem Projekt.

Sein Blick? Stolz. Begeistert sagt er: „Der Song ist zu 98 % fertig. Ich hab ihn auf dem Handy dabei.“

Natürlich wollte ich ihn hören.

Er drückt auf Play.

Der Song heißt „Shootingstar“.

Meine Mitarbeiterin bringt ihm einen Kaffee, bleibt kurz stehen, als sie die Szene sieht:

Ein Kunde, die Augen geschlossen, wippend mit dem Fuß, summend. Ich halte mit dem Haarschnitt inne.

Er spielt Luftpiano.

Er ist völlig versunken.

Und ich? Ich bin tief bewegt – und gleichzeitig betroffen.

Er erzählt mir, dass er sogar an seinem Arbeitsplatz ein Klavier stehen hat.

Manchmal sprachen ihn Kund:innen an – und er schenkt ihnen spontan ein Stück, sein eigenes emotionales Stück.

Seine Musik berührt. Manchmal bringt sie Menschen sogar zum Weinen.

Er scrollt durch eine riesige Liste eigener Songs.

Dann sagt er: „Das ist mein klassischer Traum.“

Er spielt das Stück an – klassisch, episch.

„Stell dir ein Orchester vor… einen großen Saal… ich am weißen Flügel…“

Jetzt gleich startet mein Pianosolo! Jetzt Spot auf mich… jetzt kommen die Geigen… jetzt wird’s laut… das ganze Orchester…“

Ich bin fassungslos.

Da sitzt dieser Mann, den ich 20 Jahre lang kannte – und auf einmal sehe ich ihn in einem völlig neuen Licht.

Ich sehe seine Welt. Seine Leidenschaft. Seine Gabe.

Ich frage ihn: „Warum hast du das nie weiterverfolgt?“

Seine Antwort:

„Ich war mir nicht sicher, ob ich damit mein Leben hätte finanzieren können. Wahrscheinlich würde ich heute sonst nicht hier so stehen.“

Und da war er.

Dieser Moment, der mich mal wieder tief trifft.

- Wie oft tun wir Dinge nicht, aus Angst zu scheitern?

- Wie oft lassen wir uns von den Bedenken anderer kleinhalten?

- Wie oft leben wir sicher – aber nicht erfüllt?

Wir dürfen uns lösen von alten Systemen, starren Strukturen und inneren Begrenzungen.

Hin zu mehr Emotion, mehr Mut, mehr Leidenschaft.

Denn tief in uns…

liegt die Musik, die nur wir spielen können.

Ich werde euch den Song „Shootingstar“ demnächst exklusiv vorstellen.

Bleibt gespannt.

Und bis dahin:

Spielt die Musik eures Herzens. Bitte.


Dominik

P.S.: Ich bin dir ja noch eine Antwort schuldig. Dieser Kunde ist Versicherungsmakler ...

P.S.:  Zwei Songs wurden jetzt ausgezeichnet. Hört mal rein, einfach auf den Link öffnen:-)

https://open.spotify.com/intl-de/track/63Mh76OnvXf1dLxknnBkPE?si=89a58261c57141a1

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